sanftes Abmagern unter Berücksichtigung bereits vorhandener Bodenschätze

.... alles was die Hotspotzone betrifft, bitte hier her!
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Moni mit Hut
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sanftes Abmagern unter Berücksichtigung bereits vorhandener Bodenschätze

Beitrag von Moni mit Hut » Fr 20. Okt 2017, 13:21

… kostbares Kleinod …

… im Zeitalter der Überdüngung ein immer seltener werdender Schatz...

… die im letzten Frühjahr angelegte Magerwiese im Hortus Monis Sammelsurium entwickelt sich prächtig ...

… die Grasnarbe wurde samt fettem Oberboden von meinem ganz persönlichen Heinzelmann ca. 30 bis teilweise 40 cm tief abgetragen und mit Schotter Sand und Kies und Riesel aufgefüllt...

… unzählige Magerstandort liebende heimische Wildpflanzen haben hier die Möglichkeit ohne Konkurrenzdruck der Fettwiesenfraktion Löwenzahn, Giersch und Co. den Weg ans Licht zu schaffen und tatsächlich zur Blüte zu gelangen ;-)

… rund 90 Pflanzen, die auf fettem nährstoffreichem Boden gedeihen stehen einer Vielfalt von ca. 1500 Magerstandort liebenden heimischen Wildpflanzen gegenüber …

… die Vielfalt auf Magerflächen ist unvergleichlich …

... die Regionalität der Pflanzen spielt aber auch hier eine sehr wichtige Rolle ...

... und ACHTUNG, manch einer hat schon einen mageren Standort und weiß es gar nicht...

... also nicht einfach drauf los legen, sondern sehen, was bereits an Bodenschätzen da ist ...

... denn ein wertvoller Oberboden, der einmal vermischt, abgetragen oder verdichtet wurde, ist nicht mehr in den ursprünglichen Zustand zu versetzen ...

... das Wort Bodenschatz, gelangt hier zu ganz neuer Bedeutung ...

... Achtsamkeit und Sanftheit im Umgang mit unserer Natur ...

Bild und Text (c) Moni mit Hut ;-) ...
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Re: sanftes Abmagern unter Berücksichtigung bereits vorhandener Bodenschätze

Beitrag von Pares » Mo 23. Okt 2017, 22:56

Moni

Hast du also Drainagematerial weggelassen? Zerschepperte Ziegel.

Wenn ich im Netz quer lese wer wie ein Magerbeet anlegt, ist es sehr unterschiedlich. Es scheint also mehrere Wege zu geben.

Liebe Grüße
Serap
Liebe Grüße, Serap

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Moni mit Hut
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Re: sanftes Abmagern unter Berücksichtigung bereits vorhandener Bodenschätze

Beitrag von Moni mit Hut » Di 31. Okt 2017, 14:03

Hallo Serap ;-)

... ich hab bei der Abmagerung der Wildblumenwiese keine zerschepperten Ziegel verwandt. Hatte allerdings auch keine mehr, aber dafür reichlich Sand und Riesel aus der Entsiegelung einer sehr alten nicht mehr benötigten Terrasse. Nach Abtrag der Rasoden ca. 20 cm , hab ich dieses Material dort aufgebracht.

Liebe Grüße Moni

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Re: sanftes Abmagern unter Berücksichtigung bereits vorhandener Bodenschätze

Beitrag von maleficum » So 5. Nov 2017, 04:46

Serap hat geschrieben:Moni

Hast du also Drainagematerial weggelassen? Zerschepperte Ziegel.

Wenn ich im Netz quer lese wer wie ein Magerbeet anlegt, ist es sehr unterschiedlich. Es scheint also mehrere Wege zu geben.

Liebe Grüße
Serap
es gibt viele Varianten :)
- wenn der Boden zu verdichtet ist oder man keinen persönlichen Heinzel hat, ist zerscheppertes Geschirr, Dachziegel oder Grobkies gut um nach oben zu bauen

- wenn man ebenerdig bleiben will, somit nach unten arbeitet, sollte man auch darauf achten, wie das Wasser abfliessen kann. Da Moni + ich auf der Schotterebene zu Hause sind, kommt man unweigerlich nach 10 bis 50 cm irgendwann auf Roterde (Mutterboden mit Kies vermischt) oder direkt auf Kies

da gibt es auch regionale Unterschiede und persönliche Vorlieben und letztlich kannst nur du wissen, was für dich und deinen Garten gut ist.
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Re: sanftes Abmagern unter Berücksichtigung bereits vorhandener Bodenschätze

Beitrag von Brunnladesch » Mo 6. Nov 2017, 13:06

Ich stoße bei uns auf lehmigen Boden.

Deswegen habe ich bei mir eben nur dieses eine Magerbeet mit Ziegeldrainage angelegt und ansonsten anders gearbeitet.

Deswegen eben erstmal gucken, was man eigentlich da hat.
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Re: sanftes Abmagern unter Berücksichtigung bereits vorhandener Bodenschätze

Beitrag von Pares » Di 7. Nov 2017, 11:51

Hey Danke euch.

Ich habe zwar schon was gebuddelt bei uns, aber nicht sehr tief, ca. 10-20 cm. Bis dahin ist es auch lehmig und mega dicht.

Mein "Heinzel" ist von den Armen her eingeschränkt was körperliche Arbeit angeht. Insofern muss ich mal gucken wie ich es machen werde.

Da ich jetzt genug Steine habe und auch schon weiß wo die erste Steinpyramide hin soll, werde ich da mal 30cm tief buddeln.

Die Connections im Dorf muss ich erst noch aufbauen, da gibt es auch den ein oder anderen Klein-Bagger.

Aber ich freue mich jetzt auf den Winter (dass ich das mal schreiben würde!) denn so einen richtigen "Gesamtplan" (der dann natürlich auch flexibel und spontan leben darf), werden wir dann mal in Ruhe angehen.

Ich bin so froh dass ich Euch für Nachfragen und vor allem als Vorbilder habe. *wink*
Liebe Grüße, Serap

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Re: sanftes Abmagern unter Berücksichtigung bereits vorhandener Bodenschätze

Beitrag von Brunnladesch » Do 9. Nov 2017, 08:18

Serap hat geschrieben:Hey Danke euch.

Ich habe zwar schon was gebuddelt bei uns, aber nicht sehr tief, ca. 10-20 cm. Bis dahin ist es auch lehmig und mega dicht.

Mein "Heinzel" ist von den Armen her eingeschränkt was körperliche Arbeit angeht. Insofern muss ich mal gucken wie ich es machen werde.

Da ich jetzt genug Steine habe und auch schon weiß wo die erste Steinpyramide hin soll, werde ich da mal 30cm tief buddeln.

Die Connections im Dorf muss ich erst noch aufbauen, da gibt es auch den ein oder anderen Klein-Bagger.

Aber ich freue mich jetzt auf den Winter (dass ich das mal schreiben würde!) denn so einen richtigen "Gesamtplan" (der dann natürlich auch flexibel und spontan leben darf), werden wir dann mal in Ruhe angehen.

Ich bin so froh dass ich Euch für Nachfragen und vor allem als Vorbilder habe. *wink*
Mach einfach, was möglich ist. Was euch möglich ist. Ich hab ja sogar schwanger immer ein wenig rumgebuddelt und geschaut was geht, weil mein Kerl ja das Kreuz kaputt hat. Wir backen da einfach kleinere Brötchen und machen langsam.

Rom wurde auch nicht ein einer Nacht erbaut und wenn dein Boden generell sehr schwer und lehmig ist, lass dir gesagt sein: Auch dafür gibt es geeignete Pflanzen bei Hof-Berggarten (lehmig) und sicher auch bei Strickler, aber da finde ich es in der Suchmaske nicht. Da kann Moni sicher weiter helfen, die kennt sich bei Strickler besser aus.

Es gibt für jeden Boden Spezialisten und wenn Mager nach unten nicht geht, dann eben irgendwo Mager nach oben. Kennst du die Pflanzideen aus dem Nützlingshotel-Buch von Markus? Ich bau sowas im Frühjahr ein wenig anders nach. Wahrscheinlich mit einem Mörtelkübel mit Löchern, den ich außen rum einpacke und damit verschönere, damit er nicht so grauselig schwarz rusmteht.
Natascha K.

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Re: sanftes Abmagern unter Berücksichtigung bereits vorhandener Bodenschätze

Beitrag von Pares » Do 9. Nov 2017, 19:50

Hi Natascha

Ich habe die diversen Mischungen schon entdeckt und kann ja jetzt über den Winter planen.
Mir tut die Gartenarbeit verdammt gut, ich mache auch keinen Sport, so dass es auch in der Hinsicht wirklich gut ist und tut.
Will sagen, mich wird es sicher packen mit dem Buddeln.

Ich habe auch das Gefühl, das ich das ganze Gärtnern erst noch mehr verinnerlichen muss und es einfacher ist, erst mal Erfahrung mit der "konventionellen" sprich Fettwiese zu machen. (Ich bin ja erst seit Herbst im Gärtnern ... wie wunderschön es doch ist!)
Andererseits reizt es mich auch ungemein, diese Magerfläche.

Die Fläche, um die es jetzt geht, liegt so zentral unter den Terrassenstufen, dass es "hoch" glaube ich nicht so gut aussehen würde.

Die Senfdüngung habe ich bisher eigtl eher unter dem Aspekt der Bodenlockerung und Unkrautverdrängung gesehen.

Das Nützlingshotelbuch von Markus kenne ich leider nicht. Was hast du denn vor?

Wir sammeln aktuell Bambus und aus der Schulküche besorge ich große Konservendosen, die wir damit bestücken.

Liebe Grüße
Liebe Grüße, Serap

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Re: sanftes Abmagern unter Berücksichtigung bereits vorhandener Bodenschätze

Beitrag von Gartenphilosophin » So 31. Dez 2017, 11:16

Moin!

Hat eigentlich jemand schon auf mageren Mullersandboden einfach Schotter und Kies aufgebracht?

Reicht das, um eine Hotspotzone anzulegen?

Irgendwie reizt mich das sehr, ich habe aber Respekt, den Sandboden hier einfach abzutragen und durch Schotter etc. zu ersetzen.
Andererseits habe ich aber auch Respekt davor, Wühlmäusen eine prima Unterkunft zu schaffen.

Irgendwie komme ich da mit meinen Gedanken noch nicht weiter!
LG
Die Gartenphilosophin



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Re: sanftes Abmagern unter Berücksichtigung bereits vorhandener Bodenschätze

Beitrag von Brunnladesch » Mo 1. Jan 2018, 10:42

Die Frage ist eigentlich, wie Mager der magere Mullersandboden (Muttersandboden?) ist und ob das überhaupt nötig ist.

Ich würde mir da erstmal ansehen, was dort schon so alles wächst. Es gibt einige Zeigerpflanzen, die etwas über die Bodenqualität aussagen (Nährstoffgehalt) und darüber Rückschlüsse erlauben.

Ich bringe jetzt zum Beispiel bei uns auf der Wiese schon länger Sand aus und kann dir sagen, dass das in den magereren Ecken schon zu Ergebnissen geführt hat, dort, wo jedoch der Hund der ehemaligen Mieter seine Toilette hatte, kann man echt viel Sand hinschmeißen...
Natascha K.

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