Erde aus der Ertragszone

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Moderator: Kruemelglueck

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Gejoma
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Erde aus der Ertragszone

Beitrag von Gejoma » Mo 9. Jul 2018, 05:52

Moin!

Ich bin da einigermaßen durchgeknallt,ziehe manches Jahr mehrere 100 Gemüsepflanzen in Töpfen.
Das sind viele Liter Erdsubstrat.

Bei Tomaten,Chilis,Gurken... friert es ja meist im Oktober irgendwann kaputt.

Was also tun mit diesen Töpfen?

Mutter Erde wirft man bitte nicht weg!

Ich schüttele die Wurzelballen ab,
Blähton wird unten abgerubbelt und recycelt für die nächste Saison

Im zeitigen Frühjahr März herum nehme ich den recycelten Blähton(oft viele 1000füßler ... drin)+
einen Teil Alterde (auch wegen der Mikroorganismen)
Dann gebe ich etwas Kompost mit hinein+ noch etwas Alterde.
So befülle ich die Töpfe zu ca einem Drittel.

Bis Ende Mitte- April,wenn die meisten Gemüsepflanzen langsam wieder ausgewöhnt werden ,
ist da schon viel funktionierendes Bodenleben drin.

Eine funktionierende Biologie ist Gold wert!

Rest der Alterde mische ich mit neuer Gemüseerde,gebe etwas Dolomitkalk zu,
in die Töpfe auch etwas Hornspäne+Rinderdungpellets.


Ich nehme für meine Microhotspots mit Sempervivum und Sedum immer einen Teil dieser Alterde
+ 2 Teile Kies-Schotter-Sand.

Ansonsten versuche ich möglichst aus im Garten wachsenden Pflanzen Düngejauchen herzustellen
und damit während der Ertragssaison zu düngen.
Z.B. Beinwell,Tomatenabschnitte,Giersch,Tombinambur)

Wurzelballen verrotten im Komposter eher schlecht,zumal in den Mengen,
da muss ich gestehen,dass ich die in der Biotonne entsorge.
Das ist aber so das einzige,was aus dem Garten raus geht.

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Kruemelglueck
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Re: Erde aus der Ertragszone

Beitrag von Kruemelglueck » Sa 28. Jul 2018, 17:52

Aus Topinambur lässt sich eine Jauche herstellen? Ist sie einfach nährstoffreich, oder hat sie wie Beinwell noch andere Wirkungen?

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Re: Erde aus der Ertragszone

Beitrag von Gartenphilosophin » So 5. Aug 2018, 08:51

Guten Morgen,

so mache ich das auch mit meinen paar Tomaten, eine Mischung aus Boden und Kompost aus dem letzten Jahr. Da gehen die gut mit auf und hoch.
Im Tomatenhaus habe ich die immer in große Töpfe gesetzt, damit ich besser giessen kann. Dieses Jahr hab ich die Tomaten in mein Hochbeet gesetzt, sie haben im Moment ideale Bedingungen, denn es ist heiss und sonnig. Mit Jauchen habe ich noch keine Erfahrung gesammelt. Bisher habe ich nicht nachgedüngt.
Bei mir werden die Wurzelballen auch über den Kompostsack entsorgt... Allerdings werden auch die Erden gut abgeschüttelt. Dieses Jahr werfe ich das den Hühnern in den Auslauf, da haben sie etwas zu tun, die armen Dinger....
LG
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Re: Erde aus der Ertragszone

Beitrag von GmiasObstTierla » So 2. Sep 2018, 16:25

Ich versuche das in meine Fruchtfolge der normalen (Hoch-)Beete zu integrieren. Also alles auf einen Haufen im Herbst, dann nach der letzten Pastinakenernte in einem der Hochbeete im April die verbrauchte Erde austauschen mit der guten Erde im Hochbeet. Ich nehme die Erde dann aber nicht direkt, sondern vermische sie mit Kompost und aufgedüngter torffreier Blumenerde. Sonst fehlen Nährstoffe, besonders weil ich hauptsächlich Starkzehrer in den Töpfen halte (Paprika, Abergine, Kiwano, Okra, Physalis).

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Re: Erde aus der Ertragszone

Beitrag von Brunnladesch » Mi 5. Sep 2018, 12:06

Alte Erde aus Töpfen landet bei mir ja auf dem Hochbeet oder in einer Mörtelwanne. Ich nehme sowas auch immer wieder. Wenn die Nährstoffe weniger geworden sind, eben für Dinge wie den Topfgarten, der ja als Hotspot konzipiert ist.

Ich finde, möglichst nichts wegzuwerfen und alles mögliche wieder zu verwehrten (Upcycling) ist etwas, was Teil der Hortus-Bewegung (und Permakultur) ist und generell mehr Schule machen sollte.
Natascha K.

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Re: Erde aus der Ertragszone

Beitrag von Yorela » Mi 12. Sep 2018, 11:31

Meine "Alt-Erde" verteile ich auf zwei Komposthaufen. Die stark verbrauchte Erde kommt in den Frischkompost, nicht so stark ausgelaugte Erde wandert auf den fast fertigen Kompost, der im Frühling genutzt wird.
Liebe Grüße aus dem Hortus aequilibrium

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Re: Erde aus der Ertragszone

Beitrag von Simbienchen » Mi 12. Sep 2018, 15:40

Die Idee "abgemagerte" Erde gesondert für die Hotspot-Zone aufzubewahren, finde ich sehr gut, Natascha ! Auf diese Idee bin ich noch gar nicht gekommen!

Bis jetzt ist bei mir immer alles auf dem Kompost gewandert um es wieder aufzuwerten.
Liebe Grüße aus dem Hortus roboris animi et pax *wink*

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