"Neue Hecken braucht das Land" - Förderung von Hecken

Ihr habt eure Erfahrungen in punkto Hortus anlegen schon gemacht? Lasst die anderen an euren Erfolgen & Ideen teilhaben. Worauf sollte man achten? Was hattet ihr vorher nicht bedacht und würdet es jetzt anders machen?

Moderator: Gartenphilosophin

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Eifelzwerg
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"Neue Hecken braucht das Land" - Förderung von Hecken

Beitrag von Eifelzwerg » Di 28. Nov 2017, 15:53

Unter diesem Motto fördert die Biologische Station Stolberg einheimische Hecken und Streuobstwiesen in der Region.

Kurzer Auszug von der Internetseite der Station:

"Neue Hecken braucht das Land
Mit unserer Gehölzaktion fördern wir die Entstehung neuer Hecken:
Grundstückseigentümern werden - nach formlosen Antrag - heimische Gehölze zur Anlage von Streuobstwiesen und Hecken zur Verfügung gestellt.

[...]

Pflege unserer Heckenlandschaft
Was wäre unsere Landschaft ohne Hecken? Ob im Sommer oder Winter, sie sind wohl unumstritten landschaftsprägend wunderschön und ökologisch wertvoll. Grund genug für uns,  Sie als Besitzer einer solchen Hecke zu unterstützen. [...]"
http://www.bs-aachen.de/de/heckenschutz/

Aus dieser Aktion hat unser Garten insgesamt um 380 Pflanzen gewachsen.
Das zur Verfügungstellen der Pflanzen ist an ein paar Voraussetzungen (siehe Link) und Bedingungen wie die Teilnahme an einem Baumschnitt-/ Pflanzkurs geknüpft. Der Gartenbesitzer verpflichtet sich zudem zum Erhalt der Bäume von mind. 15 Jahren (natürliche Verluste natürlich ausgenommen)...
Diese Aktion ist räumlich an den Aachener Raum gebunden, aber vielleicht gibt es das auch in anderen Regionen und ist für den ein oder anderen hier interessant?
Liebe Grüße von Laura *hortus*

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Annika
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Re: "Neue Hecken braucht das Land" - Förderung von Hecken

Beitrag von Annika » Di 28. Nov 2017, 21:38

Danke für diesen tollen Tipp!
Ist zwar nicht unsere Region, aber ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, dass es so etwas gibt. :o *applaus*

Hab mal ein bisschen im Netz gesucht. Also es gibt ähnliche Projekte auch in anderen Regionen. Es lohnt sich also sicher mal, wenn jeder für sich recherchiert. Ich werde jedenfalls dienächsten Tage mal ein bissel im Internet wühlen. *ja*

Wenn ihr was findet, dann teilt das doch hier mal mit. Zwei hab ich

Sachsen - Anhalt = > https://www.gruenderzentrum-salzwedel.d ... gehoelzen/ Da müsst ihr mal runter scrollen auf der Seite...
Oberpfalz / Neumarkt => http://www.lpv-neumarkt.de/projekte/angebote Neue Hecken und Obstwiesen
(Wer aus der Region kommt, kann vielleicht auch diese Kreissortenliste über Obstbäume für sich nutzen)

Ulrike
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Re: "Neue Hecken braucht das Land" - Förderung von Hecken

Beitrag von Ulrike » Sa 23. Dez 2017, 02:40

Leider wurde hier eine Hecke fast vollständig nieder geschnitten, außer die inzwischen etwas größeren Bäume. Ich hatte die Hecke 1986/87 mit dem BUND geplant und gepflanzt. Die Büsche wurden wirklich nicht alle zehn Meter auf den Stock gesetzt, wie eigentlich die klassische Heckenpflege sein sollte.
Eine andere Hecke, auch aus der selben Zeit, wird bis an die Wurzeln vom Bauern mit dem Pflug angegangen, kein einziger Meter an Saum-Biotop gelassen. Dort wurden größere Bäume dieses Jahr sogar gerodet, die wir damals neben einen Weg setzten: Vogelkirschen, Ahorn und Eichen mit einem Abstand von ca. zehn Metern. Der Altbauer wollte es damals so, es gab auch Subventionen. Sie standen dem Jungbauern sicher im Weg, wenn er da mit seinen riesigen Maschinen fahren will..
Wahrscheinlich wollen die Erben der alten Bauern es so, jeder m² zählt für den Anbau von Mais.
Ich frage mich, wie sollen wir; unsere Ur-Ur-Ur Enkel irgendwann mal alte wertvolle Bäume in der Landschaft haben, daß eine Eiche in 200 oder 300 Jahren mal zu einem Naturdenkmal werden könnte ?
Hier wird die Landwirtschaft mehr und mehr industriell, Niederbayern.

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Re: "Neue Hecken braucht das Land" - Förderung von Hecken

Beitrag von Pares » Mo 5. Nov 2018, 02:05

Beim LVR (Landesverband Rheinland) kann man auch kostenlos Pflanzgut bestellen. Ziel ist die Erhaltung und Wiederherstellung kulturhistorisch begründeter Landschaftsbilder.
Das ist an einige Auflagen gebunden - sowohl für die Antragstellung als auch nach Pflanzung.
Es gibt immer einen Antragsschluß den man einahlten muß (meist 30.06.)

Eine Freudin hatte tatsächlich Glück und bekommt Dutzende alte Obstsorten für eine eine Streuobstwiese, die sie anlegen wird. Querbeet, einmal alles. Ebenso Heckenpflanzen.

Lohnt sich mal reinzulesen, ist total interessant.

Ich kopier mal rein:

Förderfähig sind
› Standorte in der freien Landschaft im LVR-Gebiet
› Obstwiesen im Ortsrandbereich
› Gehölze an Feldwegen, Wanderwegen oder landwirtschaftlichen Wegen
› Pflanzungen zur Wiederherstellung historisch belegter Gehölzstrukturen
› Die Erstanlage und Ergänzung regionaltypischer Gehölzstrukturen
› Ausschließlich bodenständiges Pflanzgut, d.h. heimische Bäume und Sträucher sowie regionaltypische Obstsorten (als Hochstamm)

Ausgeschlossen sind Förderungen von Pflanzungen, die aufgrund von Auflagen dritter Seite (z. B. Ausgleichmaßnahmen) erfolgen müssen, ebenso
Pflanzungen im baulichen Innenbereich (Ortslage), an klassifizierten Straßen, im Wald oder zur Begrünung von Bauwerken.


LINK: https://www.lvr.de/de/nav_main/kultur/k ... derung.jsp
Liebe Grüße, Serap

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Re: "Neue Hecken braucht das Land" - Förderung von Hecken

Beitrag von Polarwelt » Mo 5. Nov 2018, 15:03

So was wäre für BW auch cool, hab aber leider nix gefunden. :-(
Wer Pyramiden nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte sich verschafft und in Verkehr bringt, wird mit Horteln nicht unter zwei Jahren bestraft.

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Re: "Neue Hecken braucht das Land" - Förderung von Hecken

Beitrag von Pares » Mo 5. Nov 2018, 15:41

Kann man ja seinem Landesverband mal vorschlagen :mrgreen:
Liebe Grüße, Serap

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