Milbenbefall bei Wildbienen

Alles rund um Bienen, Hummeln und andere Hautflügler hier rein bitte! *biene*

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Re: Milbenbefall bei Wildbienen

Beitrag von Brunnladesch » Mi 3. Okt 2018, 09:26

Deswegen eben keine Hotelbatterien, sondern einzelne Nisthilfen. (Außer man hat ein Dach, so wie ich, aber da muss die Natur halt...)
Ich werde nächstes Jahr paar kleinere Lochgrößen über den Garten verteilen. Ich muss nur noch Holz auftreiben, das geeignet ist.
Natascha K.

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Re: Milbenbefall bei Wildbienen

Beitrag von Simbienchen » Mi 3. Okt 2018, 10:37

maleficum hat geschrieben:
Mi 3. Okt 2018, 09:24
Nimm die Mauerbiene, da sie der Hauptnutzer dieser Wände ist. So, früher, gern die "Mörtelschicht" Lehm genutzt. Wurde folglich Loch gegraben von Erstlingsbiene, irgendwann übernommen von anderer Osmia-Art. Heute kaum noch Lehmmörtel, zudem viele Häuser verputzt. Biene sucht Nistplatz. Wir geben ihnen ne Möglichkeit. Die pappröhren vergehen auch mit der Zeit, sehe ich hier selbst - würde keine mehr kaufen, Nutze liebe Schilf, Bambus und Strohhalme. diese vergehen auch mit der Zeit. Die Nisthilfe ist zumeist von Holz umschlossen, auch dieses vergeht mit den Jahren.
somit alles vergeht, ob es nun am Boden lagert, oder darüber.
Der Zeitpunkt, wann es vergeht, ist nur langwieriger, aber trotzdem im gange.

. Gestein: Oberflächen und Vertiefungen Fotos: Gestein
Einige seltenere Bienen – vor allem die Mauerbienen Osmia anthocopoides, O. lepeletieri, O. loti und O. ravouxi, die Mörtelbiene Megachile parietina und die Harzbiene Anthidium strigatum – verlassen sich nicht auf vorhandene Nistgänge oder weiches Material, in denen sie ihre eigenen Nistgänge nagen oder graben können, sondern mörteln mit Harz oder mineralischem oder pflanzlichem Mörtel oberirdische Freinester an der rauhen Oberfläche von Felsen, Findlingen etc. und sogar Gehölz, andere Arten suchen den Schutz von Felsspalten.

Auszug aus : http://www.wildbienen.de/wbi-nis0.htm
Liebe Grüße aus dem Hortus roboris animi et pax *wink*

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Re: Milbenbefall bei Wildbienen

Beitrag von maleficum » Mi 3. Okt 2018, 11:26

Simbienchen, es ging nicht um die Spezialisten, sondern um Nisthilfen.
Bild

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Re: Milbenbefall bei Wildbienen

Beitrag von Simbienchen » Do 10. Jan 2019, 09:11

Ich habe hier im letzten Jahr eine Hummelkönigin beim Schlafen fotografieren können. Die Milben waren mit bloßem Auge erkennbar...sie hatte sie auf dem ganzen Körper verteilt. Als sie wach wurde, war sie doch noch sehr "durcheinander" und brauchte einige Minuten um sich zu sammeln. Krabbelte etwas orientierungslos auf den Steinen am Boden herum und konnte dann doch irgendwann wegfliegen...
Ich hoffe, der Milbenbefall ist nicht zu hoch gewesen und hat sie nicht dahingerafft !

Wie geht man mit solchen Beobachtungen um ? Irgendwo einschicken ...Bieneninstitut?

Könnte das eine Steinhummel gewesen sein ? Bombus lapidarius ?
DSC_0541 (Copy).JPG
DSC_0534 (Copy).JPG
DSC_0538 (Copy).JPG
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Re: Milbenbefall bei Wildbienen

Beitrag von Yorela » Do 10. Jan 2019, 15:54

Würde mich auch interessieren, letzten Herbst hatte ich auch eine milbenbefallene Hummel. Kann man die nicht vielleicht irgendwie behandeln? Und wenn ja, ist das sinnvoll oder gehört sowas zur natürlichen Selektion?
Liebe Grüße aus dem Hortus aequilibrium

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Re: Milbenbefall bei Wildbienen

Beitrag von Simbienchen » Sa 12. Jan 2019, 18:59

@Yorela

Habe ich gerade dazu gefunden:

https://aktion-hummelschutz.de/biologie ... faehrlich/
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Re: Milbenbefall bei Wildbienen

Beitrag von Boloria » Mo 14. Jan 2019, 12:24

Also meine Meinung: Laßt doch der Natur ihren Lauf und sitzt manche Dinge einfach aus.
Ich frage mich, wieso wir Menschen immer das Bedürfnis haben irgendwas gegen irgendwas zu unternehmen? Liegt es daran, daß wir immer noch vom linearen Wachstum träumen. Können wir es nicht ertragen die Natur machen zu lassen und das was dabei rauskommt einfach zu akzeptieren. Ich habe auch zwei Hummelkästen. Ich habe einen Wachsmottenschutz eingebaut. Wenn es nun aber doch zu einem Befall kommt, werde ich bestimmt nicht mit irgendwelchen Mitteln eingreifen. Dann ist es halt so. Der Buchsbaumzünsler ist letztes Jahr bei uns eingefallen. Ich werden nicht spritzen. Ich werde auch keine Wildbiene in den Kühlschrank legen und ihr nachher mit dem Pinsel die Milben abkehren. Was soll ich gegen Stylops melittae machen? Mit der Pinzette aus der Wildbiene herausholen? Sind Stylops melittae, Milben, Wachsmotten, etc. nun keine Insekten, die ihre Daseinsberechtigung haben? O.k. sie sind nicht so süß und uns Menschen graust es sowieso vor Schmarotzern.
Macht Euch doch einfach mal locker und vertraut auch auf die Natur und ihre Kreisläufe, die sicherlich komplizierter sind, als das was wir Menschen vordergründig sehen.
Uns Menschen geht es meist nur gut, wenn wir aktiv sein können, meinen die Dinge (aus unserer Sicht positiv) beeinflussen zu können. Einfach zusehen und abwarten was passiert, das macht uns Sorgen und Angst.
Es grüßt Boloria!

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Re: Milbenbefall bei Wildbienen

Beitrag von Simbienchen » Mo 14. Jan 2019, 12:57

Mir ging es eher darum, die Beobachtung weiterzuleiten. Befall per Foto festzuhalten und dann an Wildbieneninstitut-/Forscher etc...weiter zu geben. Ich denke nicht, dass so etwas viel beobachtet und kommuniziert wird, was so auf und an unseren Wildbienen herumkrabbelt...

Ich möchte jetzt auch nicht anfangen, jede befallene Biene oder Hummel abzusammeln oder mit irgendetwas zu besprühen. Ich halte es für wichtig, dass sich die Natur selbst helfen kann. Wenn der Tod der Hummel, dann auch den Untergang der Milben bedeutet, dann ist es so...

Interessant finde ich es trotzdem , mich mit diesem Thema zu befassen...
Liebe Grüße aus dem Hortus roboris animi et pax *wink*

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Re: Milbenbefall bei Wildbienen

Beitrag von Boloria » Mo 14. Jan 2019, 15:46

Simbienchen hat geschrieben:
Mo 14. Jan 2019, 12:57
Ich denke nicht, dass so etwas viel beobachtet und kommuniziert wird, was so auf und an unseren Wildbienen herumkrabbelt...
Im neuen Buch von Herrn Westrich habe ich unter dem Kapitel "Milben" genug Verweise auf Forschungsarbeiten gefunden. Allerdings wird es im Netz mit einer Recherche schwierig werden, wenn man nicht genau weiß, wo solche Artikel veröffentlicht werden. Im Netz geht es nur um Varroa und ihre Bekämpfung, da sind Milben an Wildbienen sicherlich nicht von großem Interesse. Was nicht heißt, daß sich Forscher nicht dafür interessieren.
https://www.wildbienen.info/gegenspieler/index.php
Simbienchen hat geschrieben:
Mo 14. Jan 2019, 12:57
Wenn der Tod der Hummel, dann auch den Untergang der Milben bedeutet, dann ist es so...
Das muß nicht umgedingt sein. Kommt darauf an, ob die Milben wieder eine "Mitfahrgelegenheit" finden...
Simbienchen hat geschrieben:
Mo 14. Jan 2019, 12:57
Interessant finde ich es trotzdem , mich mit diesem Thema zu befassen...
Mir ging es auch nicht darum, daß es nicht interessant ist sich mit diesem Thema zu befassen. MIr ging es darum, einfach mal stehen zu lassen was ist und nicht gleich wieder versuchen daran herumzudoktern. Also einfach daneben setzen und zuschauen was passiert. Genau das machen auch Wissenschaftler. Sie rennen sicher nicht ins Haus und holen den nächsten Feger, um die Hummel von den Milben zu befreien.
Vielleicht auch beobachten, ob diese oder jene Milbe für alle Bewohner einer WiBINiHI ein Problem darstellt, welche Bienen also vor allem davon betroffen sind. Schauen wenn man nichts dagegen tut, ob sich das Problem von alleine löst, oder ob es eher schlimmer wird, etc. Das kann doch genau so interessant sein, wie meinen zu müssen in einen Prozeß einzugreifen.
Es grüßt Boloria!

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Re: Milbenbefall bei Wildbienen

Beitrag von Simbienchen » Mo 14. Jan 2019, 17:08

Boloria hat geschrieben:
Mo 14. Jan 2019, 15:46
Allerdings wird es im Netz mit einer Recherche schwierig werden, wenn man nicht genau weiß, wo solche Artikel veröffentlicht werden.
Genau, als ich im Netz danach suchte, bin ich nicht direkt fündig geworden. Darum ist es ja gut, dass wir uns hier im Forum austauschen...so kann der eine, der vielleicht in dieser Richtung schon sachkundig geworden ist, dem anderen mit Rat zur Seite stehen... *applaus*

Danke dir *knuddel*
Boloria hat geschrieben:
Mo 14. Jan 2019, 15:46
Im Netz geht es nur um Varroa und ihre Bekämpfung, da sind Milben an Wildbienen sicherlich nicht von großem Interesse.
Das meinte ich damit ! Ich denke, dass noch wenig von den Mitmenschen genau beobachtet wird, wie es unseren Wildbienen gesundheitlich geht. Die Honigbienenlobby ist halt stärker ! Ich bin jedoch davon ausgegangen, dass Wissenschaftler und Forscher danach gucken, aber wo findet man die und sind unsere Beobachtungen für sie von Interesse? Oder werden solche Beobachtungen irgendwann mal von Interesse werden ?
Boloria hat geschrieben:
Mo 14. Jan 2019, 15:46
MIr ging es darum, einfach mal stehen zu lassen was ist und nicht gleich wieder versuchen daran herumzudoktern.

Ja, ich habe dich schon richtig verstanden und ich bin deiner Meinung *ja*...(auch wenn ich zur Info das Video reingesetzt hatte, dass man Milben absammeln könnte...)
Boloria hat geschrieben:
Mo 14. Jan 2019, 15:46
Schauen wenn man nichts dagegen tut, ob sich das Problem von alleine löst, oder ob es eher schlimmer wird, etc.
Ich bezweifle, dass ich diese Hummelkönigin hätte über einen längeren Zeitraum hätte beobachten können. Die war so schnell weggefogen, als sie sich auf den Weg machte, die hätte ich nicht verfolgen können. Wie sollte ich dann feststellen, ob sich das Problem von alleine löst ? :?
Ich habe keine WiBINiHI...das war eine frei lebende Hummelkönigin, die ich schlafend an einer Blume in meinem Vorgarten fand...

Ich glaube, dass es auch gut ist, wenn man auch in diese Richtung die Augen offenhält und hinschaut. Ich für mich werde weiter beobachten und Fotos schießen und Herrn Westrich mal anschreiben und fragen, ob das Sinn macht ...
Vielleicht habe ich Glück und er antwortet...
Liebe Grüße aus dem Hortus roboris animi et pax *wink*

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